DieTechnik des Mikroskops Die Pflege des Mikroskops

Das Mikroskop

Die Experimente Nützliche Hilfsmittel

Die Arbeit mit dem Mikroskop

Nachdem wir unser Mikroskop nun in Augenschein genommen und seine wichtigsten Komponenten sowie die Arbeitsweise kennen gelernt haben, möchten wir natürlich auch etwas sehen.

Zunächst ist es dem Anfänger sicherlich egal - falls er sich nicht von Anfang an einem Spezialgebiet verschrieben hat - was er so alles betrachten kann. Er wird somit zunächst alles, was klein und durchsichtig genug scheint, auf den Objektträger legen und betrachten. Doch schnell wird man der täglichen Dinge müde, die sich in direkter Umgebung finden lassen. Man will auch mal "Leben" sehen. Nur, woher nehmen? Leitungswasser eignet sich mit Sicherheit nicht, denn es ist nach unserem Verständnis ein totes Medium. Dies muss auch so sein, schließlich wollen wir es ja trinken und hier hat der Gesetzgeber strenge Maßgaben gesetzt, was den lebenden Inhalt betrifft. Regenwasser aus einer Pfütze - sollte aber schon einige Tage alt sein - eignet sich schon wesentlich besser. Teiche, Bäche, oder Flüsse bieten ebenfalls Aussicht auf Erfolg, das "Leben im Wassertropfen" studieren zu können. Nun schleppt man sein Mikroskop kaum zur Fundstelle, also muss ein Teil aus der Fundstelle mit nach Hause genommen werden. Anfänglich habe ich Marmeladengläser dazu benutzt, was ganz gut funktionierte, nur, diese sind von sich aus schon schwer und wenn man nicht nur eine Probe, sondern Verschiedene mitnehmen möchte, hat man unnötig viel Ballast zu tragen. In einem Lebensmittelsupermarkt fielen mir Kunststoffdosen und Döschen zum Frischhalten von Lebensmitteln auf. Diese waren recht preiswert und für meine Zwecke ideal geeignet, da von sich aus sehr leicht, teilweise sogar stapelbar und somit gut zu transportieren. Meine Kunststoffgefäße sind von der Fa. Gies, Lebensmitteltauglich sowie teilweise mit Gewindeverschluss oder Pressdeckel. Die Schraubdeckeldose z.B. hat ein Aufnahmevolumen von 350 ml, eine Höhe von 6 cm und einen Durchmesser von 10 cm. Sie kostete nur 0,99 € und war auch für größere Proben oder einen Heuaufguss geeignet. Sie ist nur nicht ganz wasserdicht und sollte somit möglichst gegen Umfallen beim Transport gesichert werden. Dieser Umstand hat aber auch sein Gutes. Es kann somit immer ein gewisser Gasaustausch stattfinden ohne das die Dose zu Hause offen rumstehen muss, Marmeladengläser und die mit ihnen gelieferten Deckel schließen zu dicht.

Möchte man, nachdem man einen geeigneten Fundort ausgemacht hat, Proben entnehmen, ist es nicht zweckmäßig, die Gefäße nur mit Fundortswasser zu füllen, da es höchst unwahrscheinlich ist, eine ausreichende Menge an Kleinlebewesen die sich zur Mikroskopie eignen mit einzufangen. Diese schweben bzw. bewegen sich zwar auch im freien Wasser, nur die Verteilung ist bezogen auf die Wassermenge viel zu gering. Vielmehr sollte man, falls vorhanden, einige Wasserpflanzen oder eingefallenes und zum Teil bereits zersetztes Laub mit einbringen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Blattseiten einer im Wasser stehenden Pflanze ganz vorsichtig, am besten mit einem Kunststoffspatel abzukratzen und den somit anfallenden "Belag" mit einzubringen.

Eine andere Methode "Leben" auf den Objektträger zu bekommen - falls in der Nähe keine geeignete Freilandquelle vorhanden ist - findet sich im bekannten und vor allem bewährten "Heuaufguss". Ein Tierfutter Geschäft in meiner Nähe bot z.B. als Kleintierstreu Heu aus verschiedenen Erntegebieten in keinen Foliensäckchen für ein paar wenige Cent an. So gab es Heu von Alpenwiesen, Kräuterwiesen usw. von allen angebotenen Arten nahm ich mir ein Beutelchen mit. Man muss nämlich wissen, viele der Kleinlebewesen sind in der Lage, sich bei einsetzender Trockenheit einzukapseln, um bei wieder eintretender Feuchtigkeit neue Populationen zu entwickeln. Diesen Umstand wollte ich nutzen, um herauszufinden, ob je nach Erntegebiet unterschiedliche Lebensformen vorhanden sind, die sich neu ausbilden.

Um nun einen Heuaufguss richtig anzusetzen, nahm ich zunächst einige Halme aus den einzelnen Beuteln und zerschnitt sie mit einer Schere in handliche Stücke (3 - 4 cm) und gab sie einzeln in verschiedene Gefäße. In ein weiteres Gefäß gab ich eine zerschnittene Mischung aller Herkunftsgebiete. Natürlich nimmt man nur wenige Halme, schließlich soll es ja ein Heuaufguss und kein "Mist" werden. Hier werden oft Fehler gemacht und man erhält eine stinkende faule Brühe.

Abgekochtes Wasser (Leitungswasser) auf Zimmertemperatur abgekühlt - im geschlossenen Kochtopf abkühlen lassen, um so wenig "Lufteintrag" wie möglich zu erlauben - wird dem Heu in den Dosen zugegeben. Man kann nun das Ganze mit einem Pappendeckel lose abdecken (wegen der entstehenden Geruchsbildung und Partikeleintrag aus der Luft) oder aber, wie in meinem Falle mit dem Dosendeckel und ein paar Umdrehungen verschließen. Am besten stellt man diese Dosen dann an ein Nordfenster (wenn vorhanden) oder an ein anderes Fenster. In diesem Falle sollte man aber direkte Sonneneinstrahlung verhindern.

Nach wenigen Tagen schon bildet sich an der Oberfläche des Aufgusses eine so genannte Kahmhaut. Diese besteht in der Hauptsache aus Bakterien und wenn man Glück hat, wie in meinem Falle, finden sich in ihr ebenfalls die ersten Bakterien fressenden Wimperntierchen, "Colpoda cucullus" (Heutierchen) bzw. die ähnlichen "Colpoda steini". Beide erinnern in ihrer Form an eine  Niere. "Colpoda steini"

Colpada_steini.jpg

ist jedoch kleiner und  in der oberen Seitenhälfte gerader. Die sich schnell durch das Sichtfeld bewegenden Tiere sind je nach Objektivvergrößerung schwer verfolgbar und somit eine gute Übung zur richtigen und gezielten Handhabung des Kreuztisches, hier zeigt sich auch schnell der Vorteil eines Kreuztisches mit Einhandbedienung.

Das nebenstehende Bild zeigt "Colpoda steini". Leider nicht so deutlich, wie ich es mir gewünscht hätte und dazu noch mit Kammartefakten (deutlich an den Rändern von Colpoda Steini zu erkennen), entstanden durch das Zeilensprungverfahren, welches man oft in Videos und Bildern sich schnell bewegender Objekte sieht. Es ist leider sehr schwierig aus einer schnell bewegten Szene, in welcher die "Darsteller" sich nicht nur horizontal sondern auch vertikal bewegen (was beides zur Unschärfe führt), gute und deutliche Schnappschüsse zu

machen. Mit der einen Hand am Kreuztisch die Tierchen verfolgen, mit der anderen Hand Scharfstellen und im richtigen Moment noch mit derselben Hand und der Maus im rechten Augenblick auf "Aufnahme" zu klicken. Ich glaube aber, Sie erkennen dennoch, was ich Ihnen zeigen wollte? Hat man wie ich, noch das Glück, zwei eigene Teiche (Fisch- und Amphibienteich) im Garten oder in unmittelbarer Nähe zu haben, ist die Ausbeute an Objekten schier unerschöpflich. Von der Alge über das Rädertier bis zum Wimperntier ist alles vorhanden und wartet nur darauf, eingehend betrachtet zu werden. - Eines aber sollten Sie immer bedenken, falls Sie etwas aus der Natur entnehmen, es zum einen nicht zu übertreiben und zum anderen, Überschüssiges dorthin zurückzubringen, von wo Sie es entnommen haben, ich jedenfalls mache dies grundsätzlich so. Bei weit entlegenen Fundstellen sind meine Gefäße und Behältnisse recht klein und ich entnehme recht wenig, denn dorthin zurückbringen fällt auch mir nicht ein. Schütte es aber auch nicht in meine Teiche, um zu vermeiden, etwaige Parasiten oder nicht dorthin gehörende Organismen einzutragen -

Um mikroskopieren zu können, müssen wir unsere Objekte eben auch auf einen Objektträger bringen. Dies hört sich zunächst einfacher an, als es getan werden kann. Die Auftragsmenge der Flüssigkeit (Wasser aus unseren Proben) sollte eben nur gerade soviel sein, dass sie vom Deckglas sauber und ohne an den Rändern hervor zu quellen, bedeckt werden. Ich benutze dazu eine Pipettierhilfe mit Wechselpipette (Pasteurpipette). Diese Pipettierhilfe besteht aus einem Handgriff, einem Siliconschlauch und einem Drehrad. Die Pipette (kostet 0,05 Cent/Stück) wird vorn am Schlauch in eine Passkupplung gesteckt. Der Rest von Schlauch zwischen zwei Gummiwalzen, welche mit Federn aufeinander gepresst werden und von denen eine als Handrad dient, fest eingeklemmt und durch den Handgriff durchgeführt. Um nun eine kleine Menge Flüssigkeit aufzunehmen, halte ich die Pipettenspitze in die Probe und drehe vorsichtig am Handrad. Durch den Pressdruck wird der Schlauch nun durch den Handgriff und die beiden Walzen nach vorn verschoben, was im Schlauch einen Unterdruck erzeugt, welcher  seinerseits nun wieder Wasser durch die Pipette anzieht. Nach ganz kurzer Zeit hat man genau raus, wie viel Wasser man einziehen muss, um oben beschriebene Bedingung zu erfüllen. Möchte ich meine Wasserprobe nun auf einen Objektträger bringen, drehe ich das Rad in umgekehrter Drehrichtung und der vorher beschriebene Vorgang kehrt sich um. Aber auch, wenn man nicht über den "Luxus" Pipettierhilfe oder gar eine Pipette verfügt, gibt es noch eine gut handhabbare Möglichkeit. Mittels verchromter Pinzette, welche man bis auf einen kleinen Spalt zusammengedrückt in den Probenbehälter eintaucht, um sie sofort wieder raus zu ziehen, hat sich zwischen dem Pinzettenspalt, gehalten von der Oberflächenspannung des Wassers, auch eine, entsprechend der obigen Forderung, geringe Wassermenge aufgezogen, welche wir nun durch Aufsetzen der Pinzette auf den Objektträger und anschließendem Öffnen der Pinzettenspitzen auf diesen entlassen.

Jetzt, nachdem unsere Probe nun auf dem Objektträger aufgebracht wurde, wird es gerade für den Ungeübten nochmals schwierig, es muss nämlich noch das Deckgläschen aufgesetzt werden. Dies sollte möglichst ohne Luftblassen zu erzeugen, geschehen. Genau hier liegt die Schwierigkeit. Es gibt zwar geeignete und damit spezielle Deckglaspinzetten, welche ähnlich einer Briefmarkenpinzette "Schaufel ähnliche" Spitzen besitzt welche im Gegensatz zur Briefmarkenpinzette aber schräg abgewinkelt sind. Damit nimmt man das Deckglas auf, hält die Pinzette senkrecht und hat durch die Winkelung der Spitze  bereits den richtigen Aufsatzwinkel des Deckglases vorgegeben. Aber, ich mache das Gefühlvoller lieber mit den Fingern. Die jetzt beschriebene Aufsatztechnik ist (sollte) bei beiden Methoden (Pinzette bzw. Finger) dieselbe sein.

Das schräg gehaltene Deckglas wird zunächst links neben der Probe auf den Objektträger ruhig aufgesetzt, um danach langsam zur Probe bewegt zu werden. Bei Berührung fließt nun die Probenflüssigkeit längs der Deckglaskante. Jetzt kippt man das Deckglas weiter auf die Probe zu und lässt es dann absinken. Durch diese langsame Handhabung des Absenkens des Deckglases auf die Probe kann die Luft vor dem niedergehenden Deckglas ausweichen. Geschieht dieser Absenkvorgang zu schnell, hat man entsprechend der nicht ausgewichenen Luftmenge kleine Luftblasen eingebettet, die das Bild nachhaltig stören würden. Dass dies eine gewisse Übung voraussetzt, darf angenommen werden, verselbstständigt sich aber mit der Zeit, wie alles was man mehrfach macht.

Der so präparierte Objektträger wird nun auf den Objekttisch des Mikroskops praktiziert. Dem Mikroskopieren steht nun nichts mehr im Wege, sollte man meinen, aber es gibt vorher noch einiges zu tun. Beleuchtung einschalten, danach den Kondensor - möglichst nach dem Köhlerchen Beleuchtungsprinzip - einstellen. Nun, Anfänger machen in Erwartung auf die kommenden Betrachtungen meist den Fehler, sofort ein Objektiv mit hoher Vergrößerung einzuschwenken und sind enttäuscht, wenn sie dann nichts sehen. Wir machen das anders - ich zumindest - wir fangen mit dem kleinsten Objektiv an. Wir durchmustern zunächst die Probe nach interessanten Objekten. Nicht kreuz und quer suchen wir, sondern gezielt den ganzen Objektträger. Dies geht ganz einfach! Wir schauen zunächst von der Seite auf den Objekttisch und fahren den Objektträger mit dem Kreuztisch an eine Ecke des Deckglases. Diese Ecke stellen wir im Mikroskop zunächst einmal scharf ein um eine erste Orientierung zu bekommen. Eine Kontrolle der richtigen Einstellung der Köhlerchen Beleuchtung sollte bei jedem Objektivwechsel vorgenommen werden, so auch in diesem Fall. Nachdem dies geschehen ist, bewegen wir den Objektträger mit ständigem Blick ins Mikroskop mittels Kreuztisch zur gegenüberliegenden Ecke. Dort angekommen - falls noch kein interessantes Objekt ins Blickfeld geraten war - verschieben wir den Objektträger ein Stück in der vertikalen Richtung, aber nur soviel, als wir das was bisher am unteren Rand unseres Blickfeldes lag, nun im oberen Blickfeld zu sehen ist. Jetzt fahren wir den Objektträger in gegensätzlich horizontaler Richtung wieder zurück, bis wir den Rand des Deckglases erreicht haben. Dies wiederholen wir solange, bis das ganze Deckglas abgefahren wurde. Dadurch, dass wir in vertikaler Richtung immer nur soweit verschoben haben, dass das was am unteren Bildrand zu sehen war immer noch im oberen Bildrand sichtbar blieb, haben wir so das gesamte Deckglas durchsucht, ohne etwas übersehen zu haben. Sollte sich aber bei unserer systematischen Suche ein interessantes Studienobjekt gezeigt haben, können wir nun entsprechend seiner Größe, ein Objektiv höherer Vergrößerung einschwenken.

Wurzelamoebe

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Ihnen im Laufe Ihrer mikroskopischen Enddeckungsreisen das hier abgebildete Wesen unterkommen. Dieses Gebilde, welches im Stande ist, scheinbar mühelos, fast schwebend in alle erdenklichen Richtungen zu "fließen" um dabei immer eine andere Körperform zu generieren ist ein Lebewesen, welches mich seit meiner allerersten Beobachtung immer wieder fasziniert und in seinen Bann zieht, bei welchem ich aber auch heilfroh bin, dass es "nur" so klein ist. Es ist ein Wurzelfüßler (Amöbe) - hier vermutlich eine Wurzelamöbe, "Polychaos fasciculata" in einer Phasenkontrastaufnahme. Fundort: Im Wasser einer Hydro-Kulturpflanze. Scheinbar ein idealer Platz, da ich mit jedem Pipettieren einiger dieser Wesen mit Sicherheit auf dem Objektträger finde. Falls auch Sie eine solche Pflanze in Ihrem Heim haben sollten, nehmen Sie einfach mal eine Probe.

Was aber macht die Beobachtung einer Amöbe so spannend? Die Art der Fortbewegung und des Beutefangs ist immer einer längeren Beobachtung wert. Allerdings, ohne Kontrastverstärkung, also im normalen Hellfeld kann man die fast durchscheinenden Tiere

schnell auf der Suche nach interessanten Objekten übersehen, vor allem dann, wenn man vorher noch nie eine Amöbe gesehen hat. Da die Amöbe sich relativ langsam bewegt, fällt sie somit im normalen Gewusel der anderen Bewohner kaum auf. Aus diesem Grunde sollten Sie bei der Durchmusterung, wie oben beschrieben, auch auf kleine unförmige "Zellen" achten, in denen sich Bewegung abzeichnet. Stoppen Sie kurz mit der Durchmusterung und beobachten die Zelle eine Zeit lang. Verändert sich in dieser Zeit die Zellform in irgend einer Weise, ist es nötig, ein anderes Objektiv einzuschwenken und "genauer" hinzuschauen. Je nach Amöbenart - es gibt verschiedene - ist auch deren Bewegung unterschiedlich. Die größte Süßwasseramöbe - "Pelomyxa palustris" auch Schweinchenamöbe genannt - schein mit dem ganzen Körper zu "fließen". Die Amöbe im obigen Bild hingegen bildet "Scheinfüßchen" - Pseudopodien - aus. Im Bild deutlich als schmale, spitze Ausläufer am sonst glatten Körperrand zu erkennen. Diese Scheinfüßchen dienen aber nicht nur der Fortbewegung, sondern auch zum Beutefang. Ein Objekt der Begierde wird mit einem oder zwei immer länger werdenden Pseudopodien förmlich umzingelt und danach zu- und rangezogen und ins Körperinnere überführt.

Die Eisdose als Miniaquarium

Bei den Exkursionen zu weiter entlegenen Teichen, Flüssen oder Bächen, möchte man sicherlich nicht jeden Tag dorthin zurückkehren um seine Proben zu erneuern. Was liegt also näher, eine längere Zeit vorhandenes Probenmaterial am Leben zu halten. In den kleinen, oben beschriebenen Probebehältern halten sich die Probemengen nicht sehr lang, faulen und bilden dann eine mehr oder minder stinkende Brühe.

Auch ich stand vor dem Problem - obwohl ich ja im Garten durch meine Teiche ständig frischen Nachschub habe - Proben aus der weiteren Umgebung einsammeln zu wollen um eventuelle Unterschiede in den vorhandenen Populationen feststellen zu können. Die Proben in den kleineren Behältnissen dienten der Beschäftigung für kurze Zeit. Eine Studie über einen längeren Zeitraum war so nicht möglich. Da wir ständig, und als Naschkatzen immer eine gewisse Menge unterschiedlicher Eissorten in 1 Liter Gefäßen bevorraten, kam mir die Idee, diese Dosen nicht sofort nach Leerung in den Abfallkreislauf zurück zu führen, sondern ein paar davon zu säubern und aufzuheben.

Diese nahm ich bei einer meiner folgenden Exkursionen einfach mit. Füllte sie am Fundord mit allerlei Blatt- und Pflanzenteilen, die ich aus dem Wasser fischte. Gab estaw Fundortwasser dazu und fischte mit dem Planktonnetz noch kräftig am Fundord. Diesen "Fund" füllte ich ebenfalls in diese Eisdose und verschloss sie mit dem relativ festhaftenden Deckel. Um auch verdunstendes Wasser erstezten zu können und eine gewisse Füllhöhe für mein Miniaquarium zu garantieren, füllte ich in eine Wasserflasche ebenfalls eine größere Menge Fundordwasser.

Zu Hause angekommen, stellte ich diese Eisdose mit meinen "Beutestücken" nun ebenfalls ans Nordfenster auf die Fensterbank. Schnitt vorsichtig in den Dosendeckel ein kleines Loch 2 x 2 cm und füllte die Dose aus der Flasche auf ca. die Hälfte auf. Vier Wochen konnte ich nun aus dem Miniaquarium mikroskopieren. Solange hielt sich alles einigermaßen bis die ersten Fäulnisgerüche das Ende des Lebens im Miniaquarium anzeigten. In der Zwischenzeit habe ich meinem kleinen Miniaquarium noch eine kleine Aquarienluftpumpe mit Ausströmerstein spendiert, was die Zeit nochmals um fast den selben Zeitraum verlängerte.

 

 

... wird fortgesetzt!

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