Das Mikroskop Die Pflege des Mikroskops

Die Arbeit mit dem Mikroskop

Die Experimente Nützliche Hilfsmittel

DIE TECHNIK

Nachdem wir uns nun mit dem äußeren Erscheinungsbild eines Mikroskops vertraut gemacht hatten, wollen wir nun einmal in das Mikroskop hineinsehen.

Das nebenstehende Bild erlaubt nun einen Einblick in das "geschlossene" Mikroskop. Damit wird der "Strahlengang" des Lichtes von der Quelle (Lampe) bis ins Auge dargestellt.

Zunächst ist   da  die   Lichtquelle
( Lampe) die hier im Original als so genannte "Wurflichtlampe" eingebaut ist Ich habe diese aber durch eine viel hellere Spezial-LED ersetzt. Für das allgemeine Verständnis belassen wir es aber beim Original. Jeder von Ihnen kennt eine normale Glühlampe, bestehend aus Sockel, Glaskolben und Wendel. Das Licht dieser Lampe - erzeugt durch die "weiß" aufglühende Wendel - strahlt nun gleichmäßig rund um den Glaskolben in geraden Linien in alle Richtungen. Dieses Licht. besser ein Großteil davon, muss nun "eingesammelt" werden. Dies geschieht zum einen über einen Hohlspiegel - in der Grafik nicht dargestellt - welcher von der Linse (einem asphärischem Kollektor) aus gesehen hinter der Lampe steht und das Licht nach vorn zum Kollektor reflektiert. Dieses Licht (von der Lampe und dem Spiegel) wird nun im Kollektor konzentriert nach vorn zu einem Schrägspiegel projiziert und von diesem nun nach oben abgelenkt!

Hier trifft der Lichtstrahl jetzt auf ein neues Linsenpaar im so genannten Kondensor. Wie der Kondensor arbeitet wird auf der

Seite "Der Kondensor" separat behandelt. Hier genügt es zunächst, zu verstehen, das der Kondensor das Licht wiederum konzentriert und durch das Objekt in das Objektiv projiziert. Daher auch  der Name "Durchlicht-Mikroskop". Wenn wir die ganze Zeit das Wort "projiziert" in Verbindung mit den behandelten Linsen benutzen, kommt ihnen das sicherlich merkwürdig vor, erinnert es doch an Projektor und Kino! Ja, genau so ist das, nur, das die Leinwand hier die Netzhaut Ihres Auges ist, es könnte aber auch ohne weiteres ein Stück Leinwand oder Butterbrotpapier an Stelle des Auges als Projektionsfläche dienen, würden wir das Okular durch ein Projektiv ersetzen, was durchaus möglich ist (Mikrofotografie). Hier sollten wir uns auch mit dem ersten MERKSATZ vertraut machen, der da lautet: "Eine Linse vergrößert oder verkleinert nicht, sie bildet nur ab (projiziert)!" Ob dieses "Bild" den abgebildeten Gegenstand nun größer oder kleiner darstellt, hängt von verschiedenen Faktoren sowie der Beschaffenheit (Form) der Linse ab und soll zunächst nicht weiter von Interesse sein, zu einer genaueren Betrachtung haben wir später sicher noch Gelegenheit! Für die momentane Betrachtung genügt uns zunächst der Vergleich mit einem Film- Diaprojektor. Der "Film / Dia" ist hier unser Objekt auf dem Objektträger und dieser soll doch möglichst vergrößert auf unserer Netzhaut ankommen. Dazu muss es genau wie der Film / das Dia von Licht "durchstrahlt" werden. Unser Licht "befördert" jetzt eine weitere Information, nämlich das Aussehen unseres Objektes. Fachleute werden jetzt ob dieser eigenartigen Erklärung die Stirn runzeln, aber sie dient nur der Veranschaulichung der weiteren Vorgänge. Denn unser Licht hat sich nun doch verändert, oder? Etwas liegt doch "dazwischen" und manipuliert unser bisher reines Licht! Es transportiert das "Aussehen" unseres Objektes und stellt nun ein "Bild" dar, welches von den Linsen des Objektivs "empfangen" und weitergegeben wird. Durch die Form der Objektivlinsen wird unser Bild vergrößert projiziert und von den Prismen im Tubus geteilt und zu den Linsensystemen der beiden Okulare verteilt. Diese wiederum projizieren es wiederum vergrößert in unsere Augen und letztlich auf die Netzhaut. Wir sehen unser Objekt entsprechend der eingestellten Objektiv- und Okularvergrößerung um diesen Faktor vergrößert.

Nachdem wir nun das Grundprinzip betrachtet und hoffentlich auch verstanden haben - ich benötigte auch eine Weile dazu - wenden wir uns jetzt weiteren Einzelheiten zu, die in der bisherigen Betrachtung nur gestreift oder gar nicht erwähnt wurden.

Die Blenden:

Wir verfügen in unserem Mikroskop (im obigen Bild als schwarze Rechtecke dargestellt) über zwei BLENDEN (genauer IRISBLENDEN wie bei einem Fotoapparat, nur hier werden sie komplett mit der Hand geschlossen oder geöffnet). Zum einen in der Beleuchtungseinrichtung die so genannte "LEUCHTFELDBLENDE" und zum anderen im Kondensor über die "KONDENSOR- oder APERTURBLENDE". Die Leuchtfeldblende dient der Helligkeitsregulierung, die Kondensor- oder Aperturblende der Kontrastregulierung. Fälschlich auch als Schärfenregulierungsblende beschrieben.

Die Beschreibung der Leuchtfeldblende und ihrer Funktion im Mikroskop ist schnell erklärt. Durch öffnen oder schließen der Blende wird mehr oder weniger Licht zum Kondensor durchgelassen. Doch diese Blende hat noch eine andere wichtige Bedeutung in Verbindung mit der Beleuchtungsart "Köhlersche Beleuchtung". Hierbei wird sie über die Linsen des Kondensors in die Objektebene projiziert. Wozu das ganze gut sein soll, erfahren Sie auf der Seite "Die Beleuchtung".

Die Kondensor- oder Aperturblende hat hingegen eine ganz andere Aufgabe! Sie regelt den Kontrast. Dieser steigt mit zunehmendem Verschluss der Blende. Scheinbar wird dadurch das Bild schärfer. Das dies aber so nicht stimmt, merken Sie schnell, da Feinheiten verschwinden, die Auflösung also immer geringer wird. Bei zu weit geöffneter Aperturblende hingegen steigt zwar die Auflösung - Feinheiten werden immer besser sichtbar - aber dabei nimmt der Kontrast immer mehr ab. Hier muss ständig mit der Hand am "Blendenhebel" je nach betrachtetem Objekt ein guter Kompromiss zwischen Auflösung und Kontrast gefunden werden. Als Anfänger macht man daher oft den Fehler, die Beleuchtung viel zu hell einzustellen und dann die Aperturblende viel zu weit zu schließen. ( Habe ich oben in der Grafik einmal dargestellt. Wenn man die Grafik genau betrachtet, erkennt mann, dass die Leuchtfeldblende voll geoffnet ist, da die gesamte Lichtmenge der Lampe durchgeleitet wird. Die Aperturblende hingegen ist relativ eng zugezogen, erkennbar am wesentlich enger begrenzten Strahl welcher von der Aperturblende durch den Kondensor und das Objekt in die Objektivlinsen eintritt! ) Darum gleich den zweiten Merksatz hinterher: " Die Beleuchtungsintensität (Helligkeit) wird grundsätzlich nur über die Lampenspannung geregelt, nie jedoch über die Aperturblende!" Natürlich gehört dazu ein wenig Erfahrung, den Kompromiss zwischen Auflösung und Kontrast zu finden, aber, das lernen Sie mit der Zeit ganz von selbst, vorausgesetzt, Sie besitzen soviel notwendige Neugierde, das Objekt auch in allen Feinheiten sehen zu wollen. Deshalb experimentieren Sie ruhig etwas. Öffnen sie z.B. die Aperturblende einmal ganz, drehen die Helligkeit soweit herunter, das sie das Gefühl haben, "alles zu sehen" und nun schließen Sie die Aperturblende ganz langsam, achten dabei aber auf die Objektfeinheiten. Schnell sehen Sie was gemeint ist.

Diese beiden Seiten zeigten Ihnen Ihr Mikroskop so, wie Sie es vor sich stehen haben., ohne auf die Einzelheiten genauer einzugehen. Jetzt aber bekommen die einzelnen wichtigen Komponenten ihre eigene Seite und damit die ihnen gebührende Betrachtung ohne aber das Grundprinzip "so einfach verständlich wie möglich" zu vernachlässigen. Bitte denken Sie daran, es ist nur der Grundstock an notwendigem Wissen. Viel genauer, exakter und vor allem didaktisch besser sind die Seiten anderer Autoren, aufgeführt unter dem Button "LINKS"

Klicken Sie sich also, am besten der Reihe nach, angefangen beim Okular durch die Komponenten durch. Wie sie sehen können, fangen wir oben am Mikroskop an.

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