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Neue
Kamera, neues Glück?
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| Richtig, aber sehen Sie bitte selbst! | |||||||||||||||
![]() Großaufnahme: Mundwerkzeuge eines Panzerrädertiers aus der Familie der Brachiodae (Foto mit Billigkamera) |
Womit diese Aufnahme gemacht wurde? Mit einer "Billigkamera" genauer, mit der AIPTEK PocketCam! Aufmerksam geworden durch einen Hinweis des Herrn Henkel im Mikroskopie-Forum auf eine Adaption einer Kamera im unteren Preissegment durch einen Herrn Nötzel, welcher dazu eine Umbauanleitung, zu laden unter: Nötzel Kamera geschrieben hatte, und auch erste Probeaufnahmen in dieser Anleitung zeigte, war ich schnell davon zu begeistern, vor allem, weil sich die oben angeführten RING - Probleme der Coolpix 4500 nicht lösen ließen. Nun, so eine Kamera war schnell beschafft, zumal der Preis annehmbar und im Notfall als Lehrgeld zu verschmerzen wäre, sollte es nicht an meinem Mikroskop funktionieren! Ich persönlich habe entgegen der Umbauempfehlung, sich einen |
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Messingadapter drehen zu lassen, eine einfachere Möglichkeit gewählt! Dies zum einen aus dem Grunde, dass ich nicht über einen speziellen Fototubus bzw. Trinokulartubus verfüge, welcher seinerseits einen C-Mount Anschluss besitzen muss, zum anderen, weil ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Material auskommen wollte da ich solch einen Adapter hätte drehen lassen müssen, was zusätzliches Geld gekostet hätte! Aber sehen Sie selbst, wie ich die Kamera für meine Bedürfnisse adaptiert habe! |
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Ein ganz normaler Fototubus - den hatte ich mal für ein paar Mark bei Ebay ersteigert - unten mit Ringschwalbe versehen, sollte zunächst die feste Verbindung zum Mikroskop sicher stellen. Die erforderliche Höhe - Objektivanschlag am Objektiv-revolver zur Chipfläche in der Kamera - von exakt 147 mm (160 mm Tubuslänge - 13 mm Okularabgleichlänge beim Zeiss/Jena Mikroskop Laboval 2) sollte mit einem Rohrstück, welches exakt in den Fototubus passt, hergestellt werden! In der Werkstatt fand sich schnell solch ein Rohrstück mit entsprechendem Durchmesser (38 mm) und einer Länge von 27 mm, damit ich notfalls noch etwas in der Höhe variieren konnte. Die Oberseite des plan gefeilten Rohres sollte mittels Heißkleber in die Vertiefung des Kameragehäuses eingeklebt werden, welches bei der Original Kamera ursprünglich die Objektivfassung aufgenommen |
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hatte. Da ich das Objektiv - verdient dies überhaupt diese Bezeichnung? - der Kamera sowieso nicht benötigte, da ja direkt das Zwischenbild ohne weitere Optik auf den Chip belichtet werden soll, konnte ich dies problemlos mit diesen Fassungsringen entnehmen, da diese einfach nur in das Hauptgehäuse der Kamera eingeklippt wurden. Rein zufällig passte mein Rohrstück exakt in diese Vertiefung! Problem: Wie kann ich das Rohr ohne das Gehäuse (Kunststoff) zu verziehen mittels Heißkleber einkleben? Ganz einfach! Ich erwärmte den Heißkleber in der Pistole nur soweit, dass er zu fließen begann. Vorsichtig füllte ich diesen nun in die Vertiefung und ließ ihn erkalten! Mein Rohrstück hatte ich vorher mit Mattschwarzlack (Farbe = RAL 9005) innen und außen Reflexmindernd eingeschwärzt. Jetzt, nachdem die Farbe trocken war, wurde das Rohrstück mittels Heißluftföhn soweit erwärmt, dass es, in die Vertiefung des Kameragehäuses gepresst, den darin enthaltenen Heißkleber einfach wieder verflüssigt. Bis zum Erkalten presste ich nun das Rohrstück gegen das Kameragehäuse. Voila, Kamera hält bombenfest am Rohrstück. Soweit, so gut! Jetzt kam der Teil, wo die Kamera mit dem Rohstück exakt auf die oben beschriebene Länge in den Fototubus eingesetzt werden musste. Natürlich, das hätte man ausmessen können! Aber wie? Man kann ja schlecht mit dem Tiefenmessdorn eines Messschiebers vom Gehäuse der Kamera auf die Chipoberfläche messen ohne den Chip zu verkratzen! Da der Chip in der Kamera noch vom eigentlichen Objektivaufnahmegewinde umfasst war, konnte man auch nicht von der Platinenseite her die Höhe messen, in der sich die Chipoberseite über die Platine erhebt! Also was tun? Nun, auch das Problem war schnell gelöst. Man legt zunächst auf den Objekttisch ein gut einstellbares Präparat - ich habe dazu ein Objektmikrometer genommen - dies habe ich nun im normalen Binokulartubus scharf gestellt, sodann den Tubus entfernt und meinen Fototubus eingesetzt! Nachdem ich mit der Kamera zugehörigen Software ein Kamera-Bild (zunächst nur eine helle Fläche ob des fehlenden Objektivs der Kamera) auf dem Monitor sah, führte ich mein Rohstück ganz vorsichtig unter Monitorbeobachtung in den Fototubus mit einer Hand soweit ein, bis das Bild ebenso scharf zu sehen war wie im Binokulartubus! In der anderen Hand hielt ich ein kleines Messer und ritzte so dann, auf dem Fototubusrand aufliegend, eine kleine Markierung an das Rohrstück. Mit etwas Isolierband umwickelte ich das Rohrstück oberhalb dieser Markierung mit einer Wicklung, damit es nicht weiter in den Fototubus rutschen konnte. es konnte nun in Ruhe die Schärfe kontrolliert werden und ggf. etwas angehoben, oder mit leichtem Druck abgesenkt werden, falls dies nötig sein sollte. Irgendwie war die Position trotz zittriger Hand doch genau richtig. Mit einem kleinen 3 mm Metallbohrer bohrte ich exakt an zwei gegenüberliegenden Seiten genau am Rand des Isolierbandes zwei Löcher in das Rohr und drehte danach zwei kleine Blechschrauben in diese Bohrungen. Jetzt konnte das Isolierband entfernt werden, denn die beiden Schrauben verhindern jetzt ein Absenken des Rohres in den Fototubus. Damit war meine AIPTEK PocketCam am Mikroskop adaptiert. (Das obige Bild ist nach der genauen Schärferegulierung entstanden, so dass die beiden Schrauben noch nicht sichtbar sind.) Noch eine Anmerkung zur "Nötzel" Umbauanleitung: Herr Nötzel hat ebenso wie ich auch, den Kameraauslöser über einen Taster nach außen verlängert um ein Verwackeln durch Betätigen des Original-Kameraauslösers zu vermeiden. Wie ich aber festgestellt habe, bietet die mitgelieferte Software "Smart Cam Manager" von Hause aus diese Möglichkeit der echten Fotografie in voller Auflösung, so dass der zusätzliche Taster wegfallen kann. Man wählt dazu im "DSC Modus" der Software unter dem Schalter "Bild in Arbeitsbereich laden" unter Bildformat entweder "SXGA" oder "VGA" und kann dann nach "Modus übernehmen" den darunter befindlichen nun aktiven Button "Machen Sie einen Schnappschuss" anklicken. Eine normale Aufnahme im gewählten Modus wird geschossen, so als hätte man den normalen Auslöser gedrückt! Vorteil gegenüber der normalen Auslösung welche zunächst die Trennung vom USB Anschluss erfordert: "Man kann vorher im Live-Modus der Software das Bild scharf stellen und wie oben beschrieben nach Moduswechsel sofort aufnehmen!" Weiterer Vorteil: "Die Kamera kann komplett ohne eingelegte Batterien betrieben werden, was das Gewicht der Kamera nochmals erheblich reduziert!" Somit entfällt auch die nicht jedermann gelegene Löterei! Erste Erfahrungen... zunächst einmal die schlechte Erfahrung vorweg! Die Kamera ist sehr Lichtempfindlich und reagiert bei zu heller Beleuchtung so, wie Sie es unschwer auf dem folgenden kleinen Bildchen sehen können! |
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Sie
produziert dunkle Streifen ins Bild! Diese laufen auf dem Monitor langsam
von oben nach unten. Aber selbst, wenn eine Aufnahme ganz ohne Rechnerbeteiligung
erfolgt, so sind diese Streifen zu sehen! Somit muss die Beleuchtung des
Mikroskops in der Regel stark abgeschwächt werden. Macht man dies, verschwinden
sie plötzlich genau so wie sie entstanden sind. Warum dies so ist,
da gehen die Meinungen noch auseinander. Alle Bilder werden somit dunkler
als sie eigentlich sein müssten. Nun kann man diese Bilder ja wie bekannt,
in verschieden verfügbaren Bildbearbeitungsprogrammen anpassen und
aufhellen. Die wird bei Videoaufnahmen hingegen schwieriger. Hinter dieser "Macke" verbirgt
sich aber auch ein kleiner Vorteil, die Kamera ist für Dunkelfeldaufnahmen
dadurch natürlich bestens geeignet. Musste ich bei meinen bisherigen
Versuchen hier mit starkem Bildrauschen oder gar Verzeichnungen rund um
die Objekte mit anderen CCD-Chips leben, oder die Helligkeit so stark erhöhen,
das die Objekte überstrahlten, so ist hier nun genau das Gegenteil
der Fall, erstmals sind die Objekte so auszuleuchten, dass sie mit mit
all ihren Far-
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ben
und Formen sauber und nicht überstrahlt dar zu stellen
sind. Ein weiterer, wie ich es empfinde, dummer Nachteil ist der ständig
von der Kamera versuchte Weißabgleich. Mal abgesehen von den Streifenbildungen
bei starker Lichtmenge, die Kamera regelt eh immer runter. Das Bild macht
immer einen etwas "grauen" Eindruck. Dieser "Nachteil" war
bisher jedoch bei allen Digitalkameras, die mir zur Verfügung standen,
mehr oder weniger zu beobachten, er ist somit nicht AIPTEK spezifisch!
Doch nun schnell zu den positiven Erfahrungen! Aber das wollen wir ja auch nicht, sondern wir wollen Mikro-Fotos u.U. sogar kleine Videos anfertigen. Beides geht nach den ersten Erfahrungen recht ordentlich. Ein Bild einer Großaufnahme des Mund- und Cilienbereiches des Panzerrädertieres aus der Familie "Brachiodae" konnten Sie oben ja schon bewundern. (Aufgenommen mit einem 40 0,65er Objektiv und der Zwischenbildabbildung direkt auf den Chip) |
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Diese
beiden "ersten" Test-Bilder zeigen, wie oben besprochen, zum
einen die tollen Dunkelfeldaufnahme-möglichkeiten (linkes Bild) zum
anderen aber auch einen meiner Beleuchtungs-versuche bis kurz vor dem kritischen
Punkt. (Rechtes Bild). Es gehört als auch etwas Fingespitzengefühl
dazu, das richtige Objekt ins rechte Licht zu rücken. Hier hilft nur Übung, Übung
und nachmals Übung!
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Der
Wasserfloh, ein Tier, welches oft als erstes vor allen Dingen von Kindern
benannt, als Inbegriff für das Leben im Wassertropfen steht! Natürlich
hat der "Wasserfloh" nichts mit den gemeinen Flöhen zu tun
noch gemein. Lediglich seine hüpfende Fortbewe-gungsweise gab ihm
seinen Namen. Deutlich sieht man in der nebenstehenden Dunkelfeldaufnahme
die weißen "Gesellen" (eine Glockentierchen - Kolonie)
welche sich fest an den Krebspanzer angeheftet, immer und bequem zu neuen "Jagdgründen" tragen
lässt. Glockentierchen zucken no-rmalerweise bei jeder von außen
auf sie einwirkenden Störung spiralartig zu-sammen und dehnen sich
danach wieder aus. Hier jedoch konnte beobachtet werden, dass sie trotz
heftiger Antennenbewe-gungen des "Vehikels" nicht
darauf reagierten obwohl sie
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| teilweise recht unsanft angestoßen wurden. Dies kann nur bedeuten, dass sie einer derartige Störung von anderen unterscheiden können (müssen) da sie sich ja wie im Bild zu sehen auch hauptsächlich um die Kopfregion ihres Transportmittels angeheftet haben. | |||||||||||||||
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