Liebe Stereobild-Freunde,
das man im Anaglyphverfahren nicht nur Stereo-Bilder sondern auch ganze Panoramen aufnehmen und darstellen kann, soll diese Seite eines meiner ersten
3D Test-Panoramen
zeigen.
Zugegeben, es ist nichts Spektakuläres, sondern nur eine 360° 3D Ansicht unseres noch im Winterschlaf (bis auf die zahlreichen Gänseblümchen und Löwenzahnblüten) liegenden Gartens, aber da man sich ja kaum irgendwo besser auskennt als im eigenen Heim, habe ich den Garten eben als erstes "Opfer" hergenommen um eventuelle Fehler sofort erkennen zu können.
Wen es interessiert, wie so etwas gemacht wird, dem verrate ich am Schluss dieser Seite, wie man dies am besten bewerkstelligt!
Notwendig zum Betrachten:
1. Eine ROT - CYAN Brille (Einfache Pappausführung = wenige Cent). Sehr kostengünstig z.B. im Internetshop unter: http://www.3d-foto-shop.de zu beziehen. (Schnelle und zuvorkommende Bedienung und Lieferung. Man kann bei kleineren Beträgen sogar in Briefmarken bezahlen.)
2. Etwas Geduld beim Laden des Panoramas (1,3 MB)
N Viel Spaß
beim Betrachten!

Herstellungsweise:
Relativ einfach, falls man eine Kamera mit Panoramafunktion sein Eigen nennt. Beispiel: Nikon Coolpix 4500 und andere DigiCams. Ohne Panoramafunktion muss man sich ca. das letzte Drittel des Bildinhaltes des vorhergehenden Bildes merken um den Anschluß im nächsten Bild zu erhalten! (Überlappung). Bei der o.a. Coolpix wird einem dieses Drittel ins Display eingeblendet und man sucht im Gelände nur den Anschluss zur Überlappung.
Wichtig allerdings: Die Kamera muss auf einem einigermaßen stabilen Stativ sehr waagerecht und sicher stehen. Des weiteren muss sich der Kreuzungspunkt der Kameraoptik, also da, wo sich das Bild hinter dem Objektiv umkehrt (Nodalpunkt genannt) exakt mittig über der Stativachse befinden. Dies muss vorher ggf. ermittelt werden. (Probepanorama erstellen und auf Paralaxenfehler achten)
Nun macht man in einem 360° Schwenk so viele Aufnahmen wie erforderlich! Jetzt wird es etwas kritisch! Das Stativ muss um ca. 6,5 cm (um die Stereobasis) nach rechts horizontal versetzt werden! Hier muss höllisch darauf geachtet werden, dass wirklich nur ein horizontaler und nicht auch ein vertikaler Versatz stattfindet. Da sonst das Motiv vergrößert oder verkleinert aufgenommen wird. Denn diesen Schwenk muss man nun mit gleicher Kameraeinstellung (Brennweite und Blende) wiederholen. Bei eingestellter Brennweite von 38 mm benötige ich für einen kompletten Schwenk 12 Aufnahmen.
Die jeweils einen Schwenk ausmachenden Bilder sollten in zwei getrennten Ordnern abgespeichert oder mit jeweils link / rechts für den ersten und zweiten Schwenk bezeichnet werden um Verwechslungen zu vermeiden.
Nun diese Bilder wider Erwarten NICHT in einem Panaoramaprogramm stitchen, sondern zunächst mit einem 3D-Anaglyphprogramm wie z.B. dem fantastischen Freewareprogramm "Stereo-Maker" zu einem Stereo-Anaglyph Bild wandeln. Stereo-Maker merkt sich nach dem ersten Bekannt geben der Ordnernamen für die linken und rechten Bilder den jeweiligen Ordner und wenn man die Bilder logisch im Namen durchnummeriert hat (Beispiel: pano_links_01.jpg und pano_rechts_01.jpg) nicht nur die beiden unterschiedlichen Ordnernamen sondern auch nach Laden des linken Bildes das rechte zugehörige Pedant! Einfach Klasse!
Zur Kontrolle, ob nun das jeweilige Bildpaar auch tatsächlich ein Stereoergebnis oder nur ein Pseudostereo zeigt, setzt man am besten die Rot-Cyan Brille auf. Ist man nicht sicher - was ohne weiteres vorkommen kann - tauscht man mit einem Klick auf die Bilder Tauschen Funktion, Rechts mit Links und betrachtet dabei das Ergebnis bzw. die Eindrucksänderung genau. Denn bei dem 360° Schwenk vertauschen sich nämlich die "beiden Kameras" (auch wenn man die Aufnahmen nur mit einer Kamera gemacht hat, muss man die beiden Serien so sehen als hätte man zwei Kameras verwendet) bei 180° ihre Position. "Kamera Links" wird zu "Kamera Rechts" und umgekehrt! - Hat auch bei mir ne Weile gedauert bis ich das begriffen hatte -.
Nun, nachdem man alle Bildpaare sicher zu einem Stereoanaglyph verarbeitet hat, kommt das Panorama-Programm zum Einsatz! Ich bevorzuge "Panorama Faktory" ein Share-Ware Programm (ca. 59.-€) mit welchem ich die besten Ergebnisse erzielt habe. Damit stitcht (näht) man nun die Bilder zu einem Panoramabild zusammen. Das Ergebnis sahen Sie oben.