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Kurz
und bündig
von Jürgen Frings |
Schnelle Fänge
Wer Springschwänze jagen will, muss blitzschnell sein. Denn diese Insekten reagieren innerhalb von vier Millisekunden; für tropische Schnappkiefer-Ameisen kein Problem. In nur einem Zehntel der Zeit klappen ihre Fangzangen zu. Kein anderer Muskel ist zu solch raschen Kontraktionen fähig. Ein menschlicher Daumenmuskel zieht sich in 100 Millisekunden zusammen. Der Trick ist, dass der Kiefer wie eine Mausefalle funktioniert. Im Normalzustand sind die Zangen locker eingerastet. Beim Nahen der Beute erst, spannt ein Muskel die Fangscheren. Melden deren Taster Beutekontakt schnappen sie zu.
Blinde Katzen sehen
Die Schnurrhaare einer Katze arbeiten wie ein Radar. Blind geborene Samtpfoten haben nicht nur einen besseren Gehörsinn als ihre sehenden Artgenossen, ihre Schnurrhaare sind auch in der Lage, die feinen Luftbewegungen, die eine Maus hervorruft, als Vibration zu registrieren und in eine Art Luftprofil der Beute umzusetzen. Auf kurze Entfernungen können sie sich ganz auf ihren feinfühligen Bart verlassen. Forscher vermuten, dass das Gehör und die Schnurrhaare die Funktion der Augen übernehmen und Informationen an Teile des umfunktionierten Sehzentrums weiterleiten.
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