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Goldrutil Fühlt sich hier schon fast zu Hause.
Anmeldedatum: 31.03.2009 Beiträge: 17
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Verfasst am: Di,- 21.Apr. 2009 17:36 Titel: Fragen zur Auswahl einer digitalen Kamera für Mikroskope |
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Hallo liebe erfahrene Mikroskopiker,
jetzt brauche ich einmal Rat und Hilfe. Ich bin Anfänger in der Mikroskopie, mit dem PC auch nicht so firm, ansonsten aber Hobbyfotograf seit 40 Jahren. Da kenne ich mich mit Technik und Optik ganz leidlich aus.
Ich habe schon berichtet unter der Rubrik „Kauftipps“ , daß ich mir ein trinokulares Stereomikroskop gekauft habe. Sobald ich mich trotz studierender Kinder finanziell erholt habe, möchte ich am dritten Tubus natürlich eine Kamera anschließen. Fotoobjekt sollen Mineralien seien.
Ich hoffe, daß das technisch keine Problem gibt und ohne Bastelei machbar ist. Die Fa. Krüß hat das Nötige in der Bedienungsanleitung beschrieben und bebildert sowie die nötigen Utensilien ( Fototubus, T2-Ring) beigefügt. Braucht man mehr?
Ich habe in einem älteren geschlossenen Forum einiges an Diskussion über geeignete Kameras gefunden mit Vergleichstests der Anwender und sogar Bildbeispielen. Über das Marktangebot bin ich informiert. Wir müssen daher nicht an dieser Stelle die ganze Diskussion wiederholen.
Aber bitte, wenn es neue Hinweise oder Kauftipps gibt, her damit!
Ich habe konkrete Fragen , die auch nach Studium aller Hinweise bei mir offen geblieben sind.
Fragenkomplex 1):
Im zitierten Forum wurde unwidersprochen behauptet, die Qualität von Aufnahmen über das Mikroskop mit normalen digitalen Kleinbildkameras sei qualitativ besser als mit den speziellen digitalen Videokameras.
Meine Fragen: Ist die Überzeugung unter den erfahrenen Mikroskopikern Allgemeingut?
Ist die Meinung haltbar? Und wenn ja, warum?
Fragenkomplex 2):
Einer der erfahrenen Tester mehrerer digitaler Videokameras erklärte, er würde sich nie eine Kamera kaufen mit 5 Megapixel oder mehr, weil „das nichts mehr brächte“.
Mein PC Monitor 19 Zoll hat eine Auflösung von 1280X1024. Ich habe gelesen, das entspricht etwa der Auflösung einer Kamera mit 3 MP. Wenn Kameras mit 5 MP oder gar 9 MP nichts mehr bringen, warum gibt es sie dann?
Meine Fragen: Was spricht –abgesehen vom Preis ! – für oder gegen die Anschaffung einer digitalen Videokamera für Mikroskope mit mehr als 3 Megapixeln ?
Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Euer Goldrutil |
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mikforumadmin Bord Admin

Anmeldedatum: 14.04.2003 Beiträge: 293
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Verfasst am: Mi,- 22.Apr. 2009 02:51 Titel: |
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hallo Goldrutil,
ich bin hier weder der (Fach)-Mann für die Kamerafragen noch für die Fotografie... aber:
Du fragst unter anderem:
| Zitat: |
...Mein PC Monitor 19 Zoll hat eine Auflösung von 1280X1024. Ich habe gelesen, das entspricht etwa der Auflösung einer Kamera mit 3 MP. Wenn Kameras mit 5 MP oder gar 9 MP nichts mehr bringen, warum gibt es sie dann?
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Weil es außerdem "in den Pixeln beschränkten Monitor" noch andere Darstellungsmöglichkeiten gibt. Beispiel Druck usw. Oder weil die Anzahl der Bildinfo in Pixeln pro qcm steigt... und vieles mehr. Allerdings: Es steigt natürlich auch die Dateigröße sodass irgendwo der Gewinn in keiner Relation zum Speicheraufwand steht. Aber, die Forschung in dieser Richtung holt das Manko schnell wieder ein. Mir fielen gestern zufällig noch ein paar alte Festplatten in die Hände. Die kleinste, weil meine erste und dafür auch noch die teuerste, hatte NUR 10 MB danach eine mit 20 MB und dann welche mit gigantischen 2 GigaByte neben den Erinnerungen an eine Zeit, als man froh war, endlich etwas auf einen Datenträger = Diskette schreiben zu können, was man vorher mühselig auf Kassettenbänder speichern musste und was schließlich auf eine Festplatte (dafür zahlte ich damals stolze 1000DM) übertragen werden durfte, erfährt Deine obige Frage eine ganz besondere Bedeutung!
Es geht um mögliche Vergrößerungen der Bilder... je mehr Information in Form echter Auflösung, je weniger Artefakte, wenn´s in die Tiefe geht.
In der Zwischenzeit gibt es ja von Canon und Sony die ersten 25 MB Kamaras... (auf Profiebene).
Du fragst ferner:
| Zitat: |
| ...Im zitierten Forum wurde unwidersprochen behauptet, die Qualität von Aufnahmen über das Mikroskop mit normalen digitalen Kleinbildkameras sei qualitativ besser als mit den speziellen digitalen Videokameras. ... |
Natürlich, 640 x 480 oder was die beschriebenen Videokameras noch an Auflösung haben, kommen mit den 2, 3, 4 MB Digitalkameras logischerweise nicht mit in Bezug auf die Auflösung. Reine Mathematik also!
Ich habe mir jetzt eine Full-HD Videokamera mit einer Auflösung von 1920 X 1080 Pixeln angeschafft. Hier allerdings noch keine MIK-Aufnahmen probiert... Kann also sein, das diese ebenso gute Bilder macht wie eine Digicam.
Mir ist keine VIDEO-Kamera mit 3MB bekannt! Wäre mehr als Full-HD mit 1920 X 1080 = 2073600 Pixeln. Fotos macht diese Video_kamera allerdings mit bis zu 4 MB.
Du meinst sicher einen digitalen Fotoapparat!?
Grüße
Mikforenadmin |
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Goldrutil Fühlt sich hier schon fast zu Hause.
Anmeldedatum: 31.03.2009 Beiträge: 17
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Verfasst am: Mi,- 22.Apr. 2009 18:32 Titel: |
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Hallo Mikforumadmin,
danke für die schnelle Antwort. Ich habe mich wohl laienhaft ausgedrückt: ich meinte den Unterschied zwischen einer normalen digitalen Kleinbildkamera, mit der man auch Familienfotos machen kann, und den speziellen digitalen Kameras für Mikroskope, die in den Fototubus eingesetzt werden, mit Querschnitt 23mm oder 30 mm. Da sollen nach Meinung von Mikroskopikern, die es ausprobiert haben, die normalen DigiCams bessere Ergebnisse bringen? Und ich weiß nicht, warum?
Der Ausdruck Videokamera war sicher falsch. Vielleicht kam ich drauf, weil Mikroskopiker schrieben, daß sie mit diesen Kameras für Mikroskope auch Videosequenzen aufnehmen vom Leben in einem Wassertropfen aus dem Tümpel oder Aquarium. Und sich ärgern, daß die bei Bewegung so träge reagieren.
Meine Mineralien sind mausetot. Ich möchte nur Fotos machen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, machen hohe Megapixel , die zu einer Auflösung führen über der Leistung des PC- Monitors, nur Sinn, wenn man die Bilder später in irgendeiner Form vergrößert? Z.B. durch optischen Zoom, Anfertigung eines Posters etc.? Und bestraft wird man mit unhandlichen Dateigrößen. Richtig so?
Ich kann mir übrigens vorstellen, daß die Anbringung einer „normalen“ DigiCam an ein Mikroskop nicht immer problemlos möglich ist, wenn überhaupt? Basteleien schrecken mich, da ich technisch eher unbegabt bin.
Was hast Du denn genau angeschafft, wenn Du es mitteilen magst? Und erfahren wir von den Ergebnissen?
MfG Goldrutil |
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mikforumadmin Bord Admin

Anmeldedatum: 14.04.2003 Beiträge: 293
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Verfasst am: Do,- 23.Apr. 2009 02:10 Titel: |
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Hallo Goldrutil,
da habe ich möglicherweise auch etwas falsch verstanden. Mit den "speziellen" von Dir benannten Kameras habe ich keine Erfahrungen, vielmehr hatte ich mich bisher nur und wenn überhaupt, für Adaptionen herkömmlicher Kameras interessiert.
Ja, auf den imensen Platzbedarf im Bezug auf den tatsächlichen Nutzen zielte meine Antwort. Es reichen meiner Erfahrung nach eine 4 MPix Kamera für die von uns Normalbürgern benötigte Alltagsfotografie vollkommen aus. Ich habe schon prof. Bildabzüge von Urlaubsbildern, entstanden mit meiner Coolpix 4500 machen lassen und war schlicht und einfach begeistert. Es kommt also auf den Anspruch an, nicht unbedingt auf den Geldbeutel.
Ich weiß nicht, ob Du meinen Artikel - zu finden unter Bilder - kennst, in welchen ich zum einen meine (leider negativen) Erfahrungen mit der Nikon Coolpix 4500 bezüglich der Ringartefakte im Mik. Bild befasse. Hier konnte ich auch den bekannten Klaus Henkel (Autor der Mikrofibel) zu einer Reaktion und Stellungnahme bewegen. Es gibt verschiedene Mutmaßungen, wie bzw. wodurch die Ringe ins Bild projiziert werden.
Daneben habe ich noch die Adaption einer "Aiptek" Billigkamera, mit der ich dann viele Fotos und vor allem Videos problemlos in guter Qualität aufnehmen konnte - siehe einige Videos unter VIDEOS auf meiner Seite, beschrieben.
Ich mag´s gern einfach und tüftle deswegen gerne... hauptsächlich aber auf elektronischem bzw. Funkempfangstechnischem Gebiet. Das mit der Adaption der Kamera entstand mehr aus Frust über die Ergebnisse der extra dafür angeschafften NIKON. Nochmals soviel Geld ausgeben... Nee.
Übrigens... ich habe irgendwo eine weitere Nikon 4500 für einen Bruchteil des ehemaligen Preises erstehen können (3D Fotografie) und habe natürlich diese auch am Mik. ausprobiert. Siehe da, die produzierte so wenig Ringe, das man sie nur erahnen aber nicht wirklich sehen kann.
Der Full-HD Camcorder von dem ich oben schrieb, ist ein SONY HDR-SR10E. Eigentlich haben wir - meine Frau und ich - diese nur für unser gemeinsames Hobby, den Hundesport angeschafft. Also nicht für´s Mik.
In freier Natur macht diese Kamera einfach traumhafte Bilder mit lebensechten Farben. Und dies, ohne den Videografen mit irgendwelchen Anforderungen (Brennweite, Blende und was es sonst noch für "Schikanen" gibt) zu belasten. Also ein Ding für "Blöde" auch Laien genannt.
Sie nimmt auf einer 40 GB Festplatte auf, hat also ihr Speichermedium immer dabei. Mittels USB am Rechner angeschlossen, läßt sich diese wie eine externe Festplatte problemlos lesen und beschreiben. Die mitgelieferte Software wirkt nur auf den ersten Blick profan, aber mit der Zeit möchte man diese gar nicht mehr missen.
Einen Nachteil hat das Ganze aber auch... man braucht einen starken Rechner. So habe ich einen meiner bisherigen Rechner mal eben mit einem neuen Motherboard, einem Doppelkern 8400er Intel, und 4 GB Speicher sowie zwei 600 GB Platten umgerüstet. Denn sonst stottert das Ganze beim Betrachten. Dies sollte man für die neue Full HD Auflösung im AVCHD Format schon einplanen. Ein gutes Schnittprogramm sollte es auch zusätzlich sein.
Ein Vorteil soll aber auch nicht verschwiegen werden:
Man kopiert die Daten von der Cam.-Festplatte schlicht und einfach auf eine bzw. besser mehrere Rechnerplatten und zusätzlich nochmals auf eine Daten DVD. So (miß)brauche ich jetzt meine alten Platten, die zu wenig Kapazität für andere Dinge im Rechner hätten und dort nur Platz raubten, mittels USB-IDE Adapter zur weiteren Datensicherung. Hier überwiegt der digitale Vorteil gegenüber der analogen Bandgeschichte. Die Bänder wserden durch´s kopieren bzw. abspielen nicht besser. Aber wie oft man die digitalen Daten spielt, bearbeitet oder sonst wie ändert, eine sieht wie die andere aus.
Wann ich die ersten Mik.-Versuche mache, kann ich noch nicht sagen, ich tüftle gerade an einer neuen Mik.-Beleuchtung, die alte hatte den Geist aufgegeben. Zudem sind jetzt erst mal der Garten und meine beiden Teiche dran. Filter wurde heute gesäubert... aber durch meine schwere Krankheit muss ich recht langsam vorgehen. Bin aber froh, in der Zwischenzeit überhaupt wieder etwas mit den Händen Sinnvolles tun zu können. Also bitte Geduld!
Bin schließlich nicht mehr der Jüngste!
Grüße
Mikforenadmin
PS
Du schreibst oben unter anderem...
| Zitat: |
Basteleien schrecken mich, da ich technisch eher unbegabt bin.
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Hier kennt Justizia nur eine Antwort: "Unwissenheit schützt vor dem machen nicht!" oder wie...?  |
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Goldrutil Fühlt sich hier schon fast zu Hause.
Anmeldedatum: 31.03.2009 Beiträge: 17
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Verfasst am: Do,- 23.Apr. 2009 18:56 Titel: |
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Hallo Mikforumdamin,
Deine Berichte über die Aiptek und Coolpix hatte ich gelesen. Aber, wie gesagt, mit dem Basteln habe ich es nicht so. Mein Hobby ist ja auch die Mineralogie und (noch) nicht die Mikroskopie. Da ist das Mikroskop zunächst einmal Mittel zum Zweck und soll möglichst funktionieren. Ich weiß nicht, ob und wie ich meine Olympus Camedia anbringen soll und ob es überhaupt geht. Auch wenn die schon einige Jahre alt ist, möchte ich sie mir nicht ruinieren.
Mir blutet übrigens das Herz, wenn ich an meine komplette SLR- Fotoausrüstung von Pentax denke, mit 2 Kamerakörpern, 4 erstklassigen Objektiven und allem Zubehör. Die kauft mir heute keiner mehr ab, jedenfalls nicht für einen Preis, für die ich sie hergeben würde. Dabei kann ich es verstehen. Ich habe heute auch keine Lust mehr, Filme einzufädeln und zum Entwickeln zu schicken. Bei den tollen Bildbearbeitungsprogrammen am PC ! Und auf dem Boden steht noch ein Diaprojektor von Leitz, heute fast wertlos. So behalte ich die Schätze vergangener Tage als Erinnerung. Vielleicht kommen sie eines Tages Wert als Sammlerstücke, oder meine Kinder erfreuen sich daran.
Zurück zum Mikroskop: ich gedenke, ich versuche es demnächst einmal mit einer speziellen Mikroskopkamera und werde mich dabei weise auf 3 MP beschränken. Dafür habe ich mir das Mik mit dem dritten Tubus ja gekauft. Da verliere ich auch nicht soviel Geld, wenn`s nicht so wird, wie ich es mir wünsche. Ich werde dann berichten, kann aber noch etwas dauern.
MfG Goldrutil |
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